Säuglingsschnupfen, Babyschnupfen, Schnorcheln
Wenn Babys schnorcheln …
Das Säuglings-Schnorcheln ist ein häufiges Phänomen im ersten Lebensjahr. Wenn Sie Ihr Baby im Profil ansehen, werden Sie feststellen, dass der Nasenrücken noch verschwindend klein ist. Die inneren Nasengänge der Babys sind erst millimetergroß. Auch können Sie beobachten, dass das Schnorcheln umso weniger wird, je entspannter Ihr Kind ist. Die Nasenschleimhäute schwellen nämlich in diesem Alter bei jeder Erregung rasch an. Es resultiert das schnorchelartige Atemgeräusch.
Ursachen des Säuglingsschnupfen
Die Ursachen des Säuglingsschnupfens lassen sie sich aufgrund der unterschiedlichen Symptome unterscheiden:
- Altersbedingt kleine Nasengänge: Die Säuglingsnase ist noch flach und zierlich.
- Typischerweise variiert das Schnorcheln im Erregungszustand: sie schwillt leicht an. Sie können in Erregungsphasen eine erschwerte Nasenatmung beobachten.
- Säuglinge können noch nicht schnäuzen. Schleim verbleibt in den Nasenmuscheln und dickt ein.
- Aufgestoßene Muttermilch. Das Baby stößt gerne Milch auf: beim "Koppern" (Luftaufstoßen) oder Spukeln kann Milch in die Nasengänge kommen. Der Nasenausfluss ist dann weißlich.
- Infektiöser Schnupfen. Trotz des immunologischen “Nestschutzes”, bekommen manche Babys in Herbst- und Wintermonaten eine Erkältung. Kommen die Babys mit Krankheitserregern in Kontakt, reagieren ihre Nasen mit Schleimbildung. Bei bakterieller Infektion wird das Nasensekret gelb oder grünlich.
- Verschlossene Nasengänge: selten gibt es zu enge oder sogar verschlossene Nasenwege. Diese werden in der Regel bereits bei Geburt diagnostiziert.
Probleme des Säuglingsschnupfens
Ein schnorchelndes Geräusch in der Atmung deutet auf eine Verengung der Nasenwege hin.
- Bekommen die Babys schlecht Luft, so ist häufig auch ihr Schlaf gestört.
- Infolge des noch unreifen Atemzentrums, kann es besonders bei Neugeborenen zu Atemstörungen (Apnoen) kommen.
- Problematisch ist auch, dass Schnupfen-Babys oft schlechter trinken. Das Baby kann nämlich im Normalfall gleichzeitig Trinken und Atmen. Daher kann es in kurzer Zeit große Trinkmengen zu sich nehmen. Bei eingeschränkter Nasenatmung lässt die Trinkleistung häufig nach, das Baby gedeiht schlechter.
- Ein infektiöser Schnupfen , kann sich im Säuglingsalter zu einer Bronchitis oder Mittelohrentzündung weiterentwickeln.
Behandlung des Säuglingsschnupfens
- Die Nasenschleimhautbefeuchtung bewirkt einen leichteren Abfluss von Schleim- und Milchresten aus der Nase. Zudem spült es die Nase frei von Krankheitserregern, Staub, Pollen und anderen Allergenen der Atemluft. Verabreichen Sie physiologische Salzwasser-Nasentropfen oder -Sprays (NaCl 0,9%). Verwenden Sie bitte Präparate ohne Konservierungsstoffe (Benzalkoniumchlorid). Sie können die Lösung auch selbst herstellen, indem sie 1Teelöffel Salz in 1 l Wasser auflösen.
- Eine praktische Hilfe bei ausgeprägtem Nasensekret sind kleine elektrische Nasensauger für Säuglinge.
Gut ist, das freie Nasenloch mit einem Finger zu zuhalten, damit ein Unterdruck in der Nasenhöhle entstehen kann. - Abschwellende Nasentropfen sollten Sie sparsam verwenden. Sie wirken nur kurzfristig (Rebound-Effekt). Im Dauergebrauch schädigen sie die Schleimhautfunktion.
- Muttermilch enthält hochwirksame Immunglobuline zur Krankheitsbekämpfung. In der Nase ist Muttermilch aufgrund des hohen Eiweißgehaltes recht klebrig. Somit verkleben die zarten Nasenhäarchen, der Schleim wird zäh und klumpt.
- Meiden Sie den Kontakt mit Rauchern. Die Schadstoffe der Zigarettenluft schädigen Babys Atemwege.
- Frische Luft ist gesund. Gehen Sie ruhig mit Ihrem Säugling mehrmals täglich ins Freie.
Homöopathie der Säuglingsrhinitis
- Sambuccus nigra
das klassische und bekannteste Mittel beim einfachen, nicht infektiösen Säuglingsschnupfen. Bewährt bei nächtlichem Schnorcheln. - Silicea
wichtig bei Säuglingen mit deutlichem Erkältungszeichen, Neigung zu kalten Füßen und kalten Händen. Sie haben einen zierlichen Körperbau und nicht selten Gedeih-Störungen. Hierunter finden sich auch Säuglinge, die ihre Milch schlecht vertragen, sowie Schreibabys und Blähkinder. - Kalium jodatum
sehr bewährt bei gelblich-rahmigem oder bereits stockendem Schnupfen - Pulsatilla
bei mildem, wechselhaft wässrig oder gelblichem Nasensekret, Besserung in der frischen Luft. - Zincum
weiteres bewährtes Schnupfenmittel bei Baby- und Säuglingsschnupfen mit verstopfter Nase, ggf. auch Husten, besonders nachts. - Lycopodium
Fließschnupfen der Babys und Säuglinge mit ständigem Herausquellen von Schleim. Das Kind erwacht plötzlich aus tiefstem Schlaf. Daher auch tagsüber reizbar und schlecht gelaunt. Besserung nach Mitternacht und an der frischen Luft.
Dosierung
Geben Sie das passende Mittel in der Potenz C12.
Zu Beginn der Symptome sechsstündlich drei Globuli, im weiteren Verlauf zwei- bis dreimal täglich drei Globuli bis zur Besserung der Beschwerden.