Bewährte Verfahren der Regulationsmedizin
Schulmedizin – erweitert um regulative Ansätze
Die Schulmedizin hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte erzielt – v.a. bei klar organisch fassbaren Erkrankungen: Infektionen, angeborene Fehlbildungen, Diabetes, Epilepsie u.v.m. Hier sind Diagnostik und Therapie heute so präzise wie nie.
Die Wissenschaft zeigt aber auch: Organsysteme kommunizieren über Nerven, Hormone, Botenstoffe und Immunmechanismen (z.B. Mikrobiom, Darm-Hirn-Achse, Immunmodulation). Ein Teil heutiger Alltagsbeschwerden beruht auf Fehlregulationen, bei denen kein „kaputtes" Organ im Vordergrund steht: Das System „kippt" – z.B. Immunabwehr, Schleimhäute, Darm-Hirn-Achse, vegetatives Nervensystem, Stressregulation. Typische Beispiele sind wiederkehrende Infekte, Allergieneigung, funktionelle Bauchschmerzen, Reizdarm, Müdigkeit, Schlafstörungen oder psychosomatische Symptome.
Regulationsmedizin versteht sich dabei als Ergänzung regulative Verfahren zu nutzen, um körpereigene Stabilisierung und Anpassung zu unterstützen.
Darmregulation / Darmsymbioselenkung
Stabilität von innen heraus
Der Darm spielt eine zentrale Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden von Kindern. Er ist nicht nur Verdauungsorgan, sondern auch eines der wichtigsten Immunorgane unseres Körpers. Ein großer Teil der Abwehr entsteht über die Darmschleimhaut und den Kontakt mit einer vielfältigen, gesunden Darmflora.
Gerät dieses empfindliche System aus dem Gleichgewicht – etwa durch:
- Infekte
- Antibiotikagaben
- Stress oder Schlafmangel
- unausgewogene Ernährung
- allergische Belastungen
kann sich dies sehr unterschiedlich äußern: durch Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfälle oder Verstopfung, aber auch durch Infektanfälligkeit, Müdigkeit, Hautprobleme oder allergische Symptome.
Die Darmregulation verfolgt das Ziel, dieses innere Gleichgewicht wieder zu unterstützen. Dabei geht es nicht um eine „radikale Darmsanierung“, sondern um eine behutsame, kindgerechte Stabilisierung.
In der Praxis setzen wir – individuell angepasst – auf:
- ausgewählte probiotische Präparate
- Unterstützung der Darmschleimhaut
- eine darmfreundliche, alltagstaugliche Ernährung
- begleitende Empfehlungen zu Rhythmus, Schlaf und Stressreduktion
Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder dadurch insgesamt robuster, ausgeglichener und belastbarer werden – mit weniger Infekten und mehr Energie im Alltag.
Vorgehen in der Praxis
- Sorgfältige Diagnostik
Zunächst klären wir wichtige Ursachen ab und achten auf Warnzeichen wie Gedeihstörungen, Blut im Stuhl, anhaltende Durchfälle oder Hinweise auf Unverträglichkeiten, Allergien oder Entzündungen. Diese medizinische Basis schafft Sicherheit. - Alltag als wichtigste Therapie
Ernährung, Trinkverhalten, Schlaf und Stress haben großen Einfluss auf den Darm. Oft bewirken kleine, gut umsetzbare Veränderungen im Alltag mehr als jedes Präparat. - Gezielte Mikrobiom-Therapie
- wir unterstützen die Darmflora durch Auswahl eines passenden Stammes (nach gründlicher Stuhlanalyse) mit ausgewählten Probiotika
- Die Therapie ist zeitlich begrenzt, hat klare Ziele und wird begleitet.
Ziel
Den Darm stärken, die Selbstheilungskräfte fördern und Ihrem Kind wieder mehr Stabilität im Alltag geben.
Eigenbluttherapie
Gezielter Reiz für das Immunsystem
Die Eigenbluttherapie ist ein klassisches Verfahren der Regulationsmedizin und wird seit vielen Jahrzehnten angewendet. Sie nutzt einen kleinen, gezielten Reiz, um das Immunsystem zu aktivieren und neu auszurichten.
In unserer Praxis verwenden wir ausschließlich das potenzierte Eigenblut nach der Methode von Imhäuser. Dabei wird:
- eine sehr kleine Menge Blut entnommen
- nach homöopathischen Regeln potenziert (C-Potenzen)
- ohne medikamentöse Zusätze verarbeitet
- und anschließend nach einem individuell abgestimmten Plan zu Hause eingenommen
Diese Form der Eigenbluttherapie ist besonders schonend und gut verträglich. Sie eignet sich v.a. für Kinder, die:
- zu häufigen Infekten neigen
- immer wieder „nicht richtig gesund werden“
- eine belastete Schleimhaut- oder Abwehrsituation zeigen
Ziel der Behandlung ist es nicht, Krankheiten zu verhindern, sondern die Reaktionsfähigkeit des Körpers zu verbessern. Viele Familien erleben, dass sich die Kinder schneller erholen, Infekte milder verlaufen oder längere stabile Phasen entstehen.
Eigenblut-Einnahme in Tropfenform
Wir verwenden das Verfahren nach Imhäuser:
- Blutentnahme in sehr kleiner Menge
- homöopathische Verdünnung (C-Potenzen, Faktor 100)
- keine medikamentösen Zusätze
- Einnahme zu Hause nach individuell angepasstem Plan
- in der Regel zweimal wöchentlich
Dieses Vorgehen ist besonders schonend und gut mit anderen Therapieformen kombinierbar.
Laserakupunktur
Regulation ohne Nadeln – ideal für Kinder
Die Akupunktur ist eine jahrtausendealte Regulations- und Ordnungstherapie. Bei Kindern nutzen wir bevorzugt die Laserakupunktur, da sie vollkommen schmerzfrei ist.
Dabei werden ausgewählte Akupunkturpunkte:
- mit kurzzeitigem, energiereichem Laserlicht
- wenige Sekunden lang
- gezielt stimuliert
Die Wirkung entfaltet sich über das vegetative Nervensystem und kann helfen, funktionelle Störungen sanft zu regulieren.
Bewährte Einsatzgebiete sind u.a.:
- Säuglings- und Nabelkoliken
- Schlafstörungen und innere Unruhe
- Kopfschmerzen und Migräne
- Allergien und Heuschnupfen
- Asthma, Bronchitis
- Bauchschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden
- Bettnässen
- Konzentrationsstörungen, Müdigkeit
- Neurodermitis
- funktionelle Schmerzen an Wirbelsäule oder Gelenken
Gerade bei Kindern bis etwa zum 12. Lebensjahr ist die Laserakupunktur eine sehr gut akzeptierte und hilfreiche Methode.
Akupunktur im Kindesalter
Die Akupunktur ist eine seit Jahrtausenden bewährte Regulationsmethode, die darauf abzielt, das innere Gleichgewicht des Körpers zu fördern. In der chinesischen Medizin wird Gesundheit als harmonisches Zusammenspiel von Yin und Yang verstanden – gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, können funktionelle Beschwerden entstehen.
Bei Kindern nutzen wir die Laserakupunktur. Dabei werden ausgewählte Akupunkturpunkte schmerzfrei und ohne Nadeln mit kurzzeitigem Laserlicht stimuliert. Die Behandlung wirkt über das vegetative Nervensystem und unterstützt die körpereigene Regulation.
Naturheilkunde, Hausmittel, Homöopathie
Regulation beginnt im Alltag
Viele der wirksamsten regulativen Impulse entstehen nicht durch Medikamente, sondern durch einfache, bewährte Maßnahmen:
- Wärme, Wickel, Bäder
- pflanzliche Tees
- rhythmischer Tagesablauf
- Bewegung, Schlaf und Geborgenheit
Die Möglichkeiten aus der Naturheilkunde unterstützen die Selbstheilungskräfte oft ganz entscheidend.
Auch die Homöopathie wird ergänzend eingesetzt – individuell, altersgerecht und gut verträglich.
Fazit
In unserer langjährigen kinderärztlichen Tätigkeit haben wir immer wieder erfahren, dass kindliche Gesundheit Zeit, Reifung und ein inneres Gleichgewicht braucht. Viele Beschwerden sind Ausdruck eines Körpers, der noch lernen muss, mit Belastungen umzugehen. Die Regulationsmedizin eröffnet hier behutsame und wertvolle Möglichkeiten. Sie ergänzt die Schulmedizin dort, wo sanfte Impulse ausreichen, um die Selbstheilungskräfte zu stärken und dem Kind wieder mehr Stabilität zu geben. So finden wir gemeinsam mit den Familien oft einen Weg, der gut zum Kind passt – medizinisch verantwortungsvoll, gut verträglich und getragen von Vertrauen in die natürlichen Kräfte des wachsenden Organismus.